In einer Universitätsstadt gibt es nie genügend Studentenwohnungen. Da die Nachfrage ja bekanntlich das Angebot bestimmt, sind Wohnungen für Studenten auch verhältnismäßig teuer. Die Not der Studenten bei der Wohnungssuche machen sich manche Vermieter natürlich auch zunutze. Da werden Wohnungen, meist sogar nur einzelne Zimmer zu horrenden Preisen angeboten. Und die Studenten, die zu spät mit der Suche nach einer geeigneten Wohnung begonnen haben, müssen in den sauren Apfel beißen und die überhöhte Miete zähneknirschend akzeptieren.
Den Universitätsstädten ist dieses Problem durchaus bewusst, weshalb viele auch Wohnanlagen speziell für Studenten bauen. Anlagen dieser Art haben aber nicht nur Freunde. Vor allem die Anwohner, in deren Nähe eine solche Studentenwohnanlage gebaut werden soll, reagieren meist mit Ablehnung, weil sie befürchten, ab diesem Zeitpunkt keine Ruhe mehr in der Nachbarschaft zu haben. Sie assoziieren Studenten sofort mit Lärm und Feiern bis spät in die Nacht. Natürlich sieht die Realität meist anders aus, aber es ist trotzdem jedes Mal nicht einfach, bis man sich endlich auf einen Bauplatz geeinigt hat. Der Vorteil solcher Wohnanlagen für Studenten ist, dass die Mieten verhältnismäßig moderat ausfallen.
Aber nicht nur die Städte selbst bauen Wohnungen für Studenten. Auch private Investoren haben das Geschäft mit der studentischen Wohnungsnot für sich entdeckt. In immer mehr Städten bauen auch sie Wohnanlagen für Studenten. Allerdings vermieten sie diese nicht direkt an Studenten. Vielmehr werden diese Studentenwohnungen Anlegern und Privatpersonen als Kapitalanlage angeboten. Sie sollen diese Wohnungen also kaufen und sie später an Studenten vermieten. Das Problem hierbei ist allerdings, dass die Mietpreise für solche Wohnungen später relativ hoch liegen werden, da die Anleger ja schließlich Geld mit ihrer Wohnung verdienen wollen.