In den Universitätsstädten ist eines gewiss: So knapp, wie bezahlbare Wohnungen sind auch Jobs, mit denen man die Miete für diese Wohnräume verdienen kann. Hier ist es aber auch am deutlichsten nachvollziehbar, wie sich die Studenten das Geld für ihre Lebenshaltungskosten verdienen. Man kann die typischen Studentenjobs schnell erkennen: Kellner und Barkräfte sind wohl die häufigsten Arbeitnehmer, die zu ihrem Studium Geld verdienen und sich die Nächte oder zumindest Abende um die Ohren schlagen. Dankbar für jeden Euro Trinkgeld nutzen sie die Pausen in der Arbeit nicht selten zum Lesen einer Seite im gerade wichtigsten Buch oder zu ein paar Notizen in der ausgedruckten Internetrecherche.
Als Verkaufshilfen werden Studenten natürlich ebenfalls gerne eingestellt, ebenso, wie als leistungswillige Taxifahrer. Als Taxifahrer, ein Beruf, für den man bekanntlich eine Lizenz braucht, hat man bei Wartezeiten auch Freiraum für Lernarbeiten und Vorbereitungen der Vorlesungen, für die man heute mehr als hart arbeiten muss. Per Internet Stick kann man sogar mit dem Laptop arbeiten, während man auf den nächsten Fahrgast wartet. Viele Studenten suchen sich Nachhilfe Schüler, kommen aber durchaus auch mit Putzjobs klar, denn schließlich ist es ja nur für die Dauer des Studiums. Danach verdienen die meisten eine Menge Geld mit ihrer eigentlichen Arbeit.
Einen festen Job und das Studium sozusagen nebenbei zu betreiben: Das kommt für die meisten Studenten heute nicht mehr in Frage. Dafür ist das Studium viel zu anstrengend und arbeitsaufwendig und jedes Semester immerhin ja auch teuer genug, als dass man es nicht unbedingt wiederholen möchte. Dies verlängert nur die Zeit, in der man für seinen Lebensunterhalt Jobs annehmen muss, weil Bafög oder elterliche Unterstützung nicht ausreichen.